- Sollte „Gott" oder das „Judeo-christliche Erbe" ausdrücklich im Vertrag von Lissabon erwähnt werden? Bitte begründen Sie ihre Antwort.
Mölzer: Ich würde mir wünschen, dass Gott im Sinne des jüdisch-christlichen Erbes in einem europäischen Grundlagenvertrag angeführt wird.
- Sehen Sie Antisemitismus und Antizionismus in Europa als problematisch an? Was wird Ihre Partei tun, um den Antisemitismus zu bekämpfen und eine bessere Beziehung zwischen Europa und Israel zu pflegen?
Mölzer: Antisemitismus und Antizionismus ist, wie jede andere ideologisch motivierte Vorurteilshaltung, abzulehnen. Aufklärung und das Werben um Toleranz und Verständnis sind also notwendig und werden auch von der FPÖ eingefordert. Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Israel basieren einerseits auf ökonomischen und kulturellen Austausch, andererseits auf der Gemeinsamkeit zweier demokratischer Gemeinwesen und müssen auf die Herstellung des Friedens im Nahen Osten ausgerichtet sein.
- Was meinen Sie ist Israels größte Herausforderung jetzt und in der Zukunft?
Mölzer: Die größte Herausforderung für Israel ist zweifellos die Herstellung eines demokratischen Ausgleichs mit den Palästinensern und die eines Friedens im Nahen Osten.
- Wie wird Ihre Partei auf die nukleare Bedrohung des Irans reagieren? Sollte die EU sich am Dialog mit der Hamas und/oder der Hisbollah beteiligen?
Mölzer: Sollte es wirklich eine reale nukleare Bedrohung durch den Iran geben, ist diese striktest zu verurteilen. Natürlich muss die EU auch mit radikal islamischen Bewegungen wie der Hamas oder der Hisbollah im Dialog stehen, da sie nur auf diese Weise, in den Friedensprozess eingegliedert werden können.
- Wie sollte das Freihandelsabkommen zwischen Europa und Israel entwickelt werden?
Mölzer: Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Israel muss im Sinne des gegenseitigen ökonomischen Nutzens intensiviert werden.







